Sonntag, 21. Januar 2018

Es ist Zeit, die Schatzkiste zu öffnen

Im Dunkeln, gut verwahrt, steht sie- meine Schatzkiste:










In den letzten Jahren habe ich immer kurz nach dem Geburtstag meines Sohnes, Ende Februar meine Tomaten ausgesät. Und weil ich es nicht besser wusste, habe ich gleichzeitig auch Paprika ausgesät. Mit meinen Tomatenpflänzchen war ich den Mitte Mai mal mehr, mal weniger zufrieden. Das schwierige dabei ist immer, die Jungpflanzen fit zu halten, bis endlich das Wetter draußen passt.
Die Paprikapflanzen hingegen ließen sich immer unendlich viel Zeit, wuchsen kaum und schienen sich im Beet auch nicht wohl zu fühlen. Ertrag: Null.
Also Recherche: Letzten Februar erzählt mir eine Frau, dass sie bereits zu Weihnachten das Wohnzimmer voller kleiner Pflänzchen hat: Tomaten, Chili und Paprika. Ende Februar seien sie dann schon so groß, wie die, die man ab April im Handel kaufen kann. Ihre Erklärung: Ihre Pflanzen kommen schon ganz zeitig in einen Folientunnel.
In den Gartenforen habe ich gelesen, dass Chili und Paprika vielerorts schon Anfang Jänner ausgesät wird. Außerdem habe ich immer wieder gelesen, dass viele ihre Chili- und Paprikasamen in Kamillentee einweichen um das Keimen zu fördern.- Wieder etwas dazu gelernt, ich kenne diese Vorgehensweise nur bei Erbsen.
Sehr vertraue ich heuer einer Koryphäe auf diesem Gebiet: Christine Zimmermann.
Auf Google+ kann jeder ihre Beiträge unter TOMATENLEIDENSCHAFT meine Sortenerfahrung anschauen:

Viele, viele Sorten sät sie aus, erntet kiloweise, beschreibt alle Sorten für uns UND verschickt auch ihre eigenen Samen. Auch ich habe welche von ihr bekommen: 
DANKE!

Mit Bild und Name verschickt sie liebevoll die Samen an andere Tomatenliebhaber. Ich finde, sie leistet damit einen tollen Beitrag um möglichst viele Tomatensorten am Leben zu erhalten. Wenn es meine Zeit zulässt, möchte ich meine eigenen Samen für das nächste Gartenjahr sammeln.

Gut, nach all dem Lesen über die verschiedensten Meinungen, wollte ich auch gleich Anfang Jänner starten. Am 12. 1. 18 war es dann so weit. Schon am Abend zuvor habe ich Kamillentee gekocht und meine Samen in Gläschen aufgeteilt.









Folgende Chili- und Paprikasamen gehen heuer an den Start:








Von mild bis sehr scharf, von allem ist etwas dabei. Sollte es wirklich bis zu reifen Schoten kommen, mache ich bestimmt wieder Chili-Öl. Das von letzter Saison ist mir gut gelungen. Schmeckt wunderbar zu Weißbrot, übern (Vogerl-)Salat und zu gebratenen Nudeln. ...
Aber bis dorthin ist es noch ein langer Weg. Der erste Schritt ist dabei noch der einfachste: Anzuchthäuschen und Aussaaterde.


Jetzt, 10 Tage später, stehen schon filigrane Pflänzchen unter der Haube. Ab jetzt müssen sie gehegt und gepflegt werden. Dürfen nicht zu trocken stehen, immer ausreichend Licht und Wärme. Beim Vereinzeln oder Umsetzen darf ich sie nicht beleidigen. In einiger Zeit gehören sie dann aufgebunden, damit sie nicht umknicken (Tomaten sind da sehr empfindlich). Und dann kommt noch das Abhärten- aber dazu in einigen Wochen mehr. 



Was mich auch beschäftigt: Nicht nur Paprika müssen früh vorgezogen werden, damit sie im Beet reif werden, auch beim Knollensellerie soll es ähnlich sein. Meine wurden im letzten Herbst nur Knöllchen. Ich überlege noch, ob ich sie aussäen soll, dazu muss ich aber noch Samen besorgen. 

Am 6. Dezember habe ich von einer lieben Arbeitskollegin einen Feigenkaktus-Ableger bekommen. Erst war ich skeptisch, ob er auch wurzeln würde, aber das hatte er scheinbar schon gemacht. Wenige Tage später trieb er schon kräftig aus und ist seither nicht zu bremsen.
 

 


Der Jänner bei uns hier ist fast wie der April: Regen, Schnee, Föhn, Wind, Sturm, ... Abwechslung pur. Narzissen und Tulpen spüren den Hauch von Frühling und schauen schon deutlich aus der Erde. Die Fetthenne treibt auch schon aus.


 

 

Heute Nacht hat es geschneit, ich mag meinen Garten im Schnee. Darum habe ich auch gleich heute morgen, es war noch gar nicht ganz hell Fotos gemacht, denn am späten Vormittag war der Großteil schon weg geschmolzen.


 

Ich wünsche euch allen schöne Jännertage und für uns hier in NÖ noch ein paar richtige Wintertage!











Samstag, 30. Dezember 2017

Happy Birthday Grün vor Glück!

Happy Birthday Grün vor Glück!

30 Posts und insgesamt 2622 Seitenaufrufe seit 30.12.2016












Es war ein schönes Gartenjahr, etwas verhaltener als die letzten, dennoch wieder wunderbar - mit vielen Grün vor Glück-Momenten.

Besonders gerne denke ich an den Beginn der Waldrebenblüte zurück, Blüte für Blüte hat sich geöffnet und unsere Mauer in einen Sternenreigen verwandelt. 
Im November gab es schon eine Schneedecke hier bei uns, ihr Gewicht reichte aus um einen Teil meiner Waldrebe von der Wand zu drücken. Jetzt hoffe ich, dass sie im Frühjahr genügend Kraft hat um sich wieder aufzurichten und auch wieder hochzuranken. Auf keinen Fall möchte ich einen abgestorbenen Ballen hoch oben auf der Mauer hängen haben, ich wünsche mir wieder eine fitte, grüne Ranke!
Bilder dazu unter:

Ebenso denke ich gerne an das intensive Orange der Ringelblume, die heuer in meinem Garten Einzug hielt. Ich habe ordentlich Samen aufbewahrt, um nächstes Jahr das Leuchten im Garten auszuweiten. Außerdem bin ich gespannt, ob und wohin sie selbst ausgesamt hat. Einen Teil der Samen habe ich zu Weihnachten verschenkt.
 

Rückblick unter:
http://gruenvorglueck.blogspot.co.at/2017/08/er-liebt-mich-er-liebt-mich-nicht.html

Übrigens: Zu Weihnachten habe ich mein Chiliöl geöffnet und ich muss sagen- ich bin mehr als zufrieden! Es riecht würzig, richtig nach Chili und schmeckt angenehm scharf.
http://gruenvorglueck.blogspot.co.at/2017/09/es-ist-angerichtet.html

Gut gelungen ist auch das Trocknen von Liebstöckel. Ich greife beim Suppenkochen gerne nach meinem Glas mit dem getrockneten, zerriebenen Maggiekraut. Geschmacklich kann es mit frischem mithalten, wenn man großzügig einstreut.
Anmerkung von meinem Mann: Der ganze Dachboden hat nach Suppe gestunken!
http://gruenvorglueck.blogspot.co.at/2017/09/es-ist-angerichtet.html

Die Pelargonien waren heuer so schön und farbenprächtig, dass ich nun versuche, sie über den Winter zu bringen. Dieses Jahr als ganze Pflanze, nächstes Jahr möchte ich Stecklinge ziehen.









Im März hatte mir mein Mann eine Erdäpfelpyramide gebaut. Für diese werde ich heuer eine andere Verwendung finden, denn für die Erdäpfelpflanzen hat sie nicht genug Platz geboten. Die Pflanzen waren zu groß, die Knollen zu klein. Zum Aufschütten der Erde war die Konstruktion zu klein. Für mich kommt Erdäpfelanbau nur noch im Beet oder am Feld in Frage, alles andere ist nicht "artgerecht".
http://gruenvorglueck.blogspot.co.at/2017/04/erdapfel.html

Im letzten Jahr habe ich die kleine Anzahl von 1730 Fotos in meinem Garten gemacht, keine Sorge, hier zeige ich nur eine kleine Auswahl. 
 

 

 

 


Wie jedes Jahr um diese Zeit schmökere ich meine Gartenbücher durch und überlege mir, was Neues in meinen Garten kommt, was im nächsten Jahr nicht mit dabei sein wird, was ich anders machen kann und ganz wichtig, wo noch ein paar freie Zentimeter sind, die noch bepflanzt werden wollen. Mein Mann und meine Verwandten unterstützen das immer tatkräftig - DANKE!
 

Mit meinen neuen Projekten melde ich mich 2018 zurück! Alles Liebe bis dorthin und danke fürs Lesen von Grün vor Glück! 
Ich wünsche euch allen viele farbenfrohe Blüten, angenehmen Blumenduft, fleißiges Summen in der Luft und wenig Unkraut!







Donnerstag, 2. November 2017

So schön Herbst!



















Mitte Oktober habe ich noch drei Ribiselstauden und zwei Himbeersträucher bekommen. Das Wetter hat auch mit gespielt und so bin ich mit Harley und einem Spaten rüber ins "Corvinus-Haus" gegangen, dass seit knapp 10 Jahren eine unvollendete Baustelle ist, jedoch ungenütze, sonnige Anbaufläche bietet. Lange habe ich überlegt, ob ich mir diese körperliche Arbeit antue und den harten Wiesenboden umsteche. Aber ich brauche nur an unseren leckeren, selbstgemachten Sirup denken und gleich weiß ich wieder wofür sich die Mühe lohnt. Und Ribiselkuchen, ... und Himmbeerjoghurt, ...

 


Einen Nachmittag und viel Schweiß später war es vollbracht. Bevor es jetzt bald kalt wird, werde ich die Stauden noch in Laub einbetten und hoffen, dass sie bis zum Frühling durchhalten und gut anwachsen.

 

Ich habe gleich noch einige Quadratmeter mehr umgestochen, denn so wie letztes Jahr möchte ich Knoblauch und Zwiebel anpflanzen. Das steht für November an. Da weder Ribisel noch Knoblauch und Zwiebel tägliche Pflege brauchen, passt das ganz gut, dass der Garten nicht vor der Haustür liegt. Zwiebel und Knoblauch sind dieses Frühjahr gut gewachsen und ich profitiere sicher noch bis nach Weihnachten von meiner Ernte. Für nächstes Jahr wünsche ich mit aber ein wenig mehr, darum brauche ich zusätzliche Anbaufläche.

Im Garten vor der Haustüre habe ich ebenso die sonnigen Tage genutzt und einiges erledigt:

Karottenernte: Recht in die Tiefe wollten sie nicht wachsen- warum nur? Dennoch habe ich einen Teil gewaschen und geputzt und dann eingefroren. So kann ich sie stückweise als Suppeneinlage heraus nehmen. 

 
Ich habe die letzten Tomaten und Paprika geerntet, die Pflanzen aus dem Beet geholt und grob umgestochen. Jetzt kommt noch letzter Rasenschnitt und Herbstlaub darauf und die Winterruhe kann beginnen. 


Die japanische Wunderblume hat noch keine Anstalten gemacht, sich zu verabschieden, ganz im Gegenteil, stolz und grün stand sie immer noch im Garten. Dennoch habe ich entschlossen, die Knollen aus der Erde zu holen, sie abtrocknen zu lassen und dann über Winter aufzubewahren. Ganz schön sind auch diese gewachsen. Aus den fingerdicken Knollen sind faustdicke Klumpen geworden.


 

Im Winterquartier wird es eng: Ich habe alle meine kleineren Kübelpflanzen ins Winterquartier gebracht. Jetzt fehlen nur noch die Bananenstaude und meine 2 Canas. Dazu bedarf es aber 2 starker Männer. 




Ansonsten habe ich empfindlichere Stauden im Garten mit Laub bedeckt. z.B. meine Clematis-Pflanzen.

 

Eine Überraschung gab es auch Mitte Oktober: Mein Pinacolada-Salbei steht in Blüte. Ein ganz wunderschönes Rot ziert seine Spitzen. Er ist zu einer richtig hohen Staude herangewachsen. Mal sehen, ob er wie mein gewöhnlicher Salbei auch wieder im Frühling austreibt.



Unsere grüne Wand färbt sich herbstlich!

  


Die letzten Blüten der Stockrose bleiben noch bis zum ersten Frost. Darunter, am linken Bild, ist ein Stockrosensetzling im 1. Jahr- ich habe ihn dort eingepflanzt. Am rechten Bild hat sich ein Samen der Stockrose seinen Standort selbst gewählt. Viel kräftiger und satter steht der da. Jetzt bleibt es spannend in  welcher Farbe sie nächstes oder spätestens übernächstes Jahr blühen werden.






In dieses Pflänzchen setze ich auch viel Hoffnung, mein Fingerhut hat ausgesamt und wächst am Wegesrand an einer sonnigen Betonmauer.















Eigentlich ist es noch recht bunt in meinem Garten, obwohl wir schon Anfang November haben. Die bunten Blätter dazu lassen noch gar nicht an Kälte, Frost und kahle Bäume denken.


 




Mein Versuch mit eingefrorener Marmelade hat geklappt: Hier der Vergleich:
Linkes Glas: meine Erdbeermarmelade wie jedes Jahr verfärbt sie sich ins bräunliche.
Rechtes Glas: Gleich nach dem Einkochen in den Gefrierschrank gestellt. Letztes Wochenende habe ich das erste Gläschen aufgetaut und es ist noch schön rosa, die Marmelade schmeckt auch extrem frisch und riecht fantastisch!





Einen guten Start in den November allen Gartenfreunden! Deckt euch ein mit Zwiebel-Allerlei!  Tulpen, Zwiebel und Knoblauch kommt bei passender Wetterlage noch unter die Erde. Ich finde jedes Jahr noch ein paar Tulpen- und Narzissenplätzchen, die Vorfreude  auf den Frühling ist stets dabei! Ansonsten habe ich keine Pläne mehr bevor das Christkind kommt!